Einer Übungslage die nicht alltäglich ist stellten wir uns bei diesem Übungstermin - technische Hilfeleistung in Verbindung mit Gefahrstoffen. Folgende Lage wurde angenommen: bei Verladearbeiten m Industriegebiet ist ein 1000 Liter IBC von den Gabeln eines  Staplers gerutscht und auf einen Arbeiter gestürzt. Aus dem Container läuft Natronlauge aus. Da wir keine spezielle Ausrüstung am Standort vorhalten für Gefahrstoffeinsätze müssten wir entsprechend improvisieren, bis im Realfall die Teileinheit Neustadt/Wied des Gefahrstofffzugs Landkreis Neuwied eingetroffen ist.

Zwei Feuerwehrangehörige gingen unter umluftunabhängigem Atemschutz vor um die weitere Lage zu erkunden. Da der Rettungsdienst in diesem Fall auch keinen Zugang zum Patienten gehabt hätte ohne sich selber zu gefährden,  musste der Trupp auch die Erstversorgung durchführen. In diesem Fall war eine stark blutende Wunde am Arm mittels Druckverband zu versorgen. Parallel dazu wurde an der Gefahrengrenze eine Notdekontamination eingerichtet. Dies wurde mit Steckleiterteilen, Saugschläuchen, Leinen und PE-Folie realisiert. Ein zweiter Atemschutztrupp stand zur Dekontamination und als Sicherheitstrupp bereit. Für den Fall einer Brandentstehung wurden Feuerlöscher, Strahlrohr und Schaumrohr bereit gestellt.

Die weitere Erkundung ergab, das die Person unter dem Container eingeklemmt ist und dieser sich mit Muskelkraft nicht bewegen lässt.  Unter den zur Verfügung stehenden Mitteln des LF 8/6 und des MZF 2 kam nur das hydraulische Kombigerät in Frage, um den Container anzuheben. Da die Hydraulikleitung jedoch nur 20 Meter weit reicht, musste das Aggregat vom Angriffstrupp unter PA mit in den Gefahrenbereich genommen werden. Der Container wurde Stück für Stück angehoben und dabei mit Unterbaublöcken gesichert bis die Person befreit war.

Die Person wurde dann mit dem Tragetuch zur Dekontaminationsstelle gebracht und dort behelfsmäßig dekontaminiert, so dass sie wenn nötig umgehend an den Rettungsdienst hätte übergeben werden können.

Lageerkundung und Erstversorgung durch den Angriffstrupp

Vorbereitungen für das Anheben des Containers

rückwärtiger Bereich mit Wasserversorgung für Dekon-Stelle und Brandschutz        Not-Dekon aus Leiterteilen und PE-Plane

Anheben des Containers mit Kombigerät SPS 400 und Unterbauen mit Rüstholz zur Befreiung des Verletzten

Transport mit Tragetuch zur Dekontaminationsstelle                         Not-Dekontamination des Trupps und der Person

Blick vom Container auf den rückwärtigen Einsatzbereich in 50 Meter Entfernung (angenommene Gefahrengrenze)

 

Breitscheid

Freiwillige

Feuerwehr

 

 

                                         Übung

technische Hilfeleistung nach Transportunfall am 16.10.11

 

StartseiteWir über unsTechnikMannschaftGerätehausEinsätzeÜbung/SonstigesBilderDienstplanKontaktLinksGästebuchArchivImpressumServicebereichPresseberichteSpiele