

Freiwillige
Feuerwehr
Übung
gemeinsame Übung der der Löschzüge Breitscheid und Roßbach
am 11.04.2010
Geplant war eine Förderstrecke von 620 Metern
Länge mit B-Schläuchen über eine Höhendifferenz von 35 Metern zu
verlegen und zu betreiben.
Der Erstangriff wurde durch das Löschfahrzeug von Breitscheid durchgeführt. Da die 600 Liter Tankinhalt nur für eine sehr kurze Zeit zur Verfügung stehen, wurde für den Erstangriff Wasser aus der Elsbach entnommen. Dieser kleine Bach hat jedoch selten genug Wassertiefe, um eine normale A-Saugleitung einsetzen zu können. Daher wurde zum Ansaugen die Tauchpumpe des Löschfahrzeugs eingesetzt. Diese speiste dann in der Erstphase die Fahrzeugpumpe. Mit dieser Konstellation konnte ein Löschangriff mit 3 C-Strahlrohren aufrecht erhalten werden.
Zeitgleich fuhr das Tragkraftspritzenfahrzeug aus Roßbach die ca.600 Meter entfernte Wied an. Dort wurde eine Wasserentnahmestelle mit der Tragkraftspritze eingerichtet.
Die TSF-Besatzung verlegte den ersten Teil der B-Leitung bis zur Landstraße 255, welche dann mit Schlauchbrücken überquert wurde.
Von dort wurde ein Großteil der Schläuche mit dem PKW-Anhänger und dem darauf verlasteten "Rollcontainer Schlauch" verlegt. Einzelne Passagen der Förderstrecke mussten jedoch von Hand verlegt werden, da hier kein Anhänger fahren konnte.
Die Tragkraftspritze des LF Breitscheid diente auf halber Strecke als Verstärkerpumpe. Bedingt durch die Höhenunterschiede und die Reibungsverluste in den Schläuchen war dies erforderlich.
Nachdem die Schlauchleitung verlegt war und Wasser förderte konnte auf die Tauchpumpe verzichtet werden und es wurde nur noch Wasser aus der Wied gefördert. Die nun frei gewordenen Trupps nahmen jetzt mit dem Material des TSF Roßbach einen zweiten Löschangriff vor. Durch entfernen der Mundstücke der Strahlrohre und später Austausch gegen ein B-Rohr wurde die Wassermenge in 100 Liter Schritten erhöht und die Pumpenleistung immer angepasst. Dies erfolgt bis zu einer Wasserabgabe von 1350 Litern pro Minute. Bis zu dieser Fördermenge wurden die Reibungsverluste in den Leitungen durch die Pumpen aufgefangen, eine höhere Leistung war nicht möglich. Das Löschwasser wurde dann mit 1 B-Rohr (400L) 1 C-Holstrahlrohr (150L) und 4 CM-Strahlrohren ohne Mundstücke (200L) über einen längeren Zeitraum abgegeben, um die Stabilität der Förderstrecke zu testen. Hierbei zeigten sich an allen drei Pumpen keine Probleme.
Bei der abschließenden Besprechung am Gerätehaus in Roßbach werteten alle Beteiligten die Übung als Erfolg. Die Zusammenarbeit gemischter Trupps aus 2 Löschzügen hat wie bereits in der Vergangenheit gut funktioniert. Eine erste Wasserabgabe erfolgte Bereits 8 Minuten nach Abrücken am Gerätehaus, und die Förderstrecke war nach 21 Minuten in Betrieb. Auch aus technischer Sicht war die Übung erfolgreich. Alle eingesetzten Pumpen erbrachten Leistungen die deutlich über den geforderten Normwerten liegen.