Waldbreitbach

Jugendfeuerwehr

 

 

 

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                                   BF-Tag in Breitscheid am 03. und 04.09.2011

Verbandsgemeinde

 

                             

                           

Berufsfeuerwehrtag – so ist der Name für das Ereignis, was inzwischen viele Jugendliche neben dem Zeltlager als Highlight des Dienstjahres der Jugendfeuerwehr ansehen.Gemeint ist damit Folgendes: 20 Jugendliche beziehen ein Gerätehaus der Feuerwehr für 24 Stunden, und arbeiten vorbereitete Übungen (Einsätze) ab, ohne zu wissen worum es sich bei den Übungen handelt.

Dieses Jahr bezog die Jugendfeuerwehr wieder Quartier beim Löschzug Breitscheid, wo es 4 Fahrzeuge zu besetzen gab, das Löschfahrzeug und das Mehrzweckfahrzeug der Einheit Breitscheid als Gastgeber sowie das TSF der Feuerwehr Datzeroth - selbst die kleinste Einheit im Wiedbachtal konnte ihr Fahrzeug kurze Zeit entbehren.. Das vierte Fahrzeug im Bunde war das KLF des Löschzugs Hausen, das diese uns kurzfristig zur Verfügung stellte- das ursprünglich geplante Tanklöschfahrzeug aus Waldbreitbach war aus „organisatorischen“ Gründen leider am Standort unabkömmlich. Um 9 Uhr trafen die Jugendlichen im Gerätehaus ein und bezogen ihre Hacken, danach erfolget eine Einweisung auf die Fahrzeuge und Verhaltensregeln, sollte ein echter Einsatzalarm auflaufen. Noch während die Einweisung erfolgte und man die Fahrzeuge begutachtete hatten sich 4 Betreuer aus dem Staub gemacht um die ersten „Einsätze“ vorzubereiten.

Der erste Alarm traf die eingeteilten Besatzungen vom MZF 2 und TSF. Im Ortsteil Goldscheid hatte ein Fahrzeug Betriebsstoffe verloren, die es zu aufzunehmen und zu entsorgen galt. Natürlich handelte es sich nicht um echtes Öl, dieses wurde mit Wasser  und 4 Litern Vollmilch simuliert. Während die Kräfte des TSF die Einsatzstelle absicherte (dieser Bereich  der Dorfstraße gehört mit ca. 5 Fahrzeugen pro Tag zu den am höchsten frequentierten in Goldscheid), entnahm die MZF - Besatzung den Rollcontainer Öl und streute die Ölspur ab. Danach wurde das Bindemittel eingekehrt und aufgenommen.

 Die beiden Fahrzeuge waren noch im Einsatz, da ertönte der Alarmgong erneut auf der Wache: am Rosbacher Häubchen wurde eine Rauchentwicklung gemeldet.  Das Hausener KLF wurde umgehend besetzt und machte sich auf den Weg. Vor Ort stellte sich dann heraus, das drei der vier Betreuer die kurz zu vor verschwunden waren einfach ein Grillfeuer entzündet hatten. Die Steaks und Würstchen hatten sie aber dummerweise im Kühlschrank des Gerätehauses liegen lassen. Ein Feuer direkt im Wald konnte die Besatzung des KLF natürlich so nicht durchgehen lassen, und der Schnellangriff des Fahrzeugs wurde durch einen Trupp unter Atemschutz zur Brandbekämpfung vorgenommen. Zur Sicherheit kam dann noch Schaum zum Einsatz um das Grillfeuer am wiederaufflammen zu hindern.Die Jugendlichen auf dem Löschgruppenfahrzeug hatten derweil mit einem weitaus weniger aufwendigem Problem zu tun. Die gemeldete Fahrbahnüberflutung in der Lindenstraße in Hochscheid entpuppte sich lediglich als nicht Ordnungsgemäß geschlossener Hydrant. Ein einfacher Unterflurhydrantenschlüssel schaffte hier schnell Abhilfe.

 

Nachdem alle Einheiten den Weg zurück zum Gerätehaus gefunden hatten, wurde es Zeit die Kenntnisse in Sachen technische Hilfe bei Verkehrsunfällen zu vertiefen. In Stationsausbildung wurden die Geräte Mehrzweckzug und Schere-Spreizer-Kombi erklärt, eine Geräteablage, ein 3-fach Brandschutz und eine Verkehrssicherung aufgebaut. Alles Dinge, die man im weiteren Tagesverlauf noch brauchen sollte……..

Das Mittagessen wurde gerade serviert, da fehlten schon wieder einige Betreuer und mit ihnen auch ein das Mehrzweckfahrzeug – da wurden doch nicht etwa weitere Untaten geplant? In der Tat ertönte während des Ausbildungsdienstes am Nachmittag erneut der Alarmgong und erweckte die doch recht gemütliche Runde zum Leben. „Waldbrand im Fockenbachtal – Einsatz für dem gesamtem Löschzug“ lautete die Alarmdurchsage. Alle Fahrzeuge rückten um Zugverband ins Fockenbachtal aus. Da die Strasse durch die „verschwundenen“ Betreuer kurzfristig gesperrt wurde und somit kein Verkehr vorhanden war, kamen die Jugendlichen dann auch in den Genuss einer kurzen Fahrt mit Blaulicht und Martinshorn. Die Einsatzstelle war nicht wirklich schwer zu finden da der Rauch zahlreicher Nebelgranaten den Weg aufzeigte. Die Wasserversorgung stellte da schon ehr ein kleines Problem dar, da sich im Fockenbachtal keine Hydranten befinden und die mitgeführten 1100 Liter Wasser von LF und KLF nicht reichen würden. Nachdem in der Erstphase ein Kunstwerk aus zeitweise bis zu 7 Saugleitungen Verwendung finden sollte, entschied man sich die Pumpen doch einfach näher an den Bach zu bringen. Dies sorgte dann auch für eine stabile Wasserversorgung die über die Fahrzeugpumpe des LF 8/6 und eine Tragkraftspritze sichergestellt wurde. Der vorhandene Brand wurde nun getreu dem Motto: Viele Kinder – viele Strahlrohre, niedergekämpft. Der Wasserwerfer des LZ Breitscheid fand ebenfalls Verwendung und mit knapp 50 Meter Wurfweite wurde auch die letzte brennende Ecke des Fockenbachtals erreicht.

Zurück an der Wache hatten sich schon alle auf die Fortsetzung der Ausbildung eingestellt, doch soweit sollte es nicht kommen. Der 2. Zugeinsatz des Tages – Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person. Im Rehwinkel in Hochscheid hatte ein von der Führung der Feuerwehr Breitscheid  äußerst  aufwendig präparierter Polo eine Übungspuppe überrollt. Was nun folgte war eine Bilderbuchrettung, wie sie auch von aktiven Feuerwehrleuten kaum schneller und besser hätte durchgeführt werden können. Nicht verwunderlich, saß das Wissen doch noch ganz frisch von der Ausbildung am morgen. Die Einsatzstelle wurde abgesichert, der Brandschutz sichergestellt und das Fahrzeug mit dem Mehrzweckzug gegen ein Abrutschen gesichert. Danach wurde das Fahrzeug unterbaut, mittels Kombigerät angehoben und wieder Stück für Stück unterbaut bis die Puppe befreit werden konnte.

Die Einsätze des Nachmittags hatten ihre Spuren an der Ausrüstung hinterlassen, und so stand vor dem Abendessen dann noch Gerätepflege auf dem Programm. Es galt unzählige Schläuche zu reinigen, die Gerätschaften zu überprüfen und die Wasser und Kraftstofftanks wieder zu füllen. Um 19:00 Uhr konnten sich dann alle mit Steaks und Würstchen stärken, das Abendessen läutete dann auch das Dienstende ein und die Bereitschaftszeit begann…

Wie auch in den vergangenen Jahren, konnten wir abends wieder einige Besucher aus den Löschzügen der Verbandsgemeinde begrüßen, die ihrer Jugendfeuerwehr einen Besuch abstatten wollten. Unter ihnen waren auch der Wehrleiter  Ulrich Schmitz und der Wehrführer des Löschzugs Hausen Markus Dutz, denen wir an diese Stelle noch einmal ausdrücklich für das schnellen und unkomplizierte zur Verfügung stellen des KLF danken möchten. Ohne dieses wäre der BF-Tag 2011 vermutlich ins Wasser gefallen. 

Gegen 20:30 kündigte Feuerschein in Hochscheid erneutes Unheil an. Was als einfacher Mülltonnenbrand begann, stellte sich schnell als größere Herausforderung heraus." Personen wurden in einer Scheune vermisst, es galt einen größeren Brand zu bekämpfen und den Funkenflug einzudämmen. 3 Trupps suchten im Innenangriff nach den Vermissten, der Brand wurde mit Wasser und Schaum bekämpft , mit mehreren Rohren der Funkenflug eingedämmt. Zusätzlich kam der Rollcontainer Licht vom MZF und mehrere Beleuchtungsstative zum Einsatz.  Nach gut einer Stunde war der Brand niedergekämpft und es ging zurück ns Feuerwehrhaus.

 

Die Nacht verlief dann ohne weitere Alarme, den Schlaf hatten sich aber auch alle redlich verdient. Der neue Morgen brachte dann allerdings noch 2 Einsätze mit sich. Ein Teil der Mannschaft fuhr einen Rettungspunkt im Breitscheider Wald an, wo ein verletzter Motorradfahrer auf Hilfe wartete. Der augenscheinlich betrunkene Fahrer wurde mittels Tragetuch aus dem Wald gerettet. Die Geschichte, ein Eichhörnchen habe ihm seine Schlüssel nach dem Sturz geklaut erschien niemandem recht glaubwürdig.

 

 

Derweil bekämpften die Besatzungen vom LF und TSF einen Containerbrand am Breitscheider Friedhof, vermutlich waren auch hier Betreuer wieder die Brandstifter. Mit 2 C-Rohren wurde die Jugendfeuerwehr jedoch schnell Herr der Lage und so konnte man sich auf den Weg zum Frühstück ins Gerätehaus machen.  

Nach diesem hieß es dann erneut aufräumen: die Fahrzeuge wurden abermals kontrolliert, gereinigt und zurück an die Löschzüge überstellt, das Gerätehaus aufgeräumt und geputzt. Gegen 9 Uhr war der diesjährige BF-Tag dann auch beendet, und die Jugendlichen wurden von ihren Eltern abgeholt. Für die Betreuer gab es dann zwar noch ein wenig Arbeit, aber um 13.30 Uhr verliessen auch die letzten das Gerätehaus in Breitscheid - wo vielleicht in 2012 wieder die Jugendfeuerwehr für 24 Stunden einzieht... 

 

alle Bilder vom BF-Tag

 

 

 

 

 

 

 

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